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KI-News Roundup: Perplexity Computer startet, weitere Meldungen im Faktencheck

Perplexity Computer revolutioniert die Projektverwaltung mit KI-Orchestrierung. Wir beleuchten diese und weitere Meldungen, darunter Hermes Agent, Mercury 2 und

Die Welt der künstlichen Intelligenz ist ständig in Bewegung. Wöchentlich tauchen neue Tools, Modelle und Personalien auf, die das Potenzial haben, die Tech-Landschaft zu verändern. Doch in diesem rasanten Tempo ist es entscheidend, Informationen genau zu prüfen. In unserem heutigen Roundup beleuchten wir eine bestätigte Innovation sowie mehrere Meldungen, deren Verifizierung sich als schwierig erwiesen hat.

Perplexity Computer: Der KI-Orchestrator für umfassende Projektverwaltung

Eine der spannendsten und bestätigten Neuheiten kommt von Perplexity: Das Unternehmen hat den Perplexity Computer vorgestellt. Hierbei handelt es sich um ein fortschrittliches KI-System, das darauf ausgelegt ist, komplexe Projekte von der Konzeption bis zur Fertigstellung eigenständig zu managen.

Der Perplexity Computer zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Persistenter Speicher: Das System kann sich über längere Zeiträume hinweg an Informationen erinnern und darauf zugreifen.
  • Umfassende Konnektivität: Mit Hunderten von Konnektoren bietet es breiten Zugriff auf Dateien und das Web.
  • Autonome Projektarbeit: Der Computer kann selbstständig Projekte erforschen, entwerfen, Code schreiben, bereitstellen und verwalten.
  • Multimodell-Orchestrierung: Er arbeitet gleichzeitig mit 19 verschiedenen KI-Modellen, verteilt Aufgaben intelligent auf parallele Agenten und wählt für jede spezifische Aufgabe das optimale Modell aus.

Das Tool ist derzeit für Abonnenten des Perplexity Max-Tarifs verfügbar und soll demnächst auch für Pro- und Enterprise-Kunden ausgerollt werden.

Quelle: PerplexityAI auf X

Unbestätigte Berichte: Nous Research und das Hermes Agent

Eine Meldung, die im Raum steht, sich jedoch nach unseren Recherchen nicht unabhängig verifizieren ließ, betrifft die angebliche Veröffentlichung des Hermes Agent durch Nous Research. Die ursprünglichen Informationen beschreiben ihn als einen hochintelligenten KI-Agenten, der mit einer mehrstufigen Speicherarchitektur ausgestattet ist und durch ständigen Zugriff auf eine dedizierte Maschine mit jeder Sitzung dazulernt.

Laut den unbestätigten Angaben soll der Hermes Agent in der Lage sein, den Kontext nahtlos zwischen CLI und Messengern zu übertragen. Er soll zudem Sub-Agenten, programmierbares Tool-Calling, vollständige Kontrolle über das Dateisystem und das Terminal, Browserzugriff und geplante Aufgaben unterstützen. Das Projekt wurde als vollständig Open Source beworben, und die ersten 750 Abonnenten des Cloud Nous Portals sollten angeblich einen Monat kostenlosen Zugang mit dem Code HERMESAGENT erhalten.

Unsere Überprüfung konnte jedoch keine offizielle Bestätigung dieser Veröffentlichung oder der beschriebenen Features finden. Daher sollte diese Information mit Vorsicht betrachtet werden.

Quelle: Nous Research auf X

Faktencheck: Inception Labs und das angebliche Mercury 2 Reasoning-Modell

Eine weitere potenziell revolutionäre, aber ebenfalls nicht verifizierte Meldung stammt angeblich von Inception Labs, die mit Mercury 2 das „schnellste Reasoning-Modell der Welt“ vorgestellt haben sollen. Die Beschreibung spricht von einem auf Diffusion basierenden Sprachmodell, die durch parallele Verfeinerung statt sequenzieller Token-Inferenz Geschwindigkeiten von über 1000 Token pro Sekunde auf NVIDIA Blackwell GPUs erreichen soll – das wäre rund fünfmal schneller als traditionelle autoregressive Modelle.

Weitere angebliche Spezifikationen umfassen einen Kontext von 128K, native Tool-Unterstützung, strukturierten JSON-Output und volle Kompatibilität mit der OpenAI API. Auch Preisinformationen (25 Cent pro Million Eingabetoken, 75 Cent pro Million Ausgabetoken) wurden genannt.

Auch hier konnten unsere eingehenden Recherchen keine Bestätigung für die Existenz von Inception Labs, des Mercury 2-Modells oder derartiger Leistungswerte finden. Diese Nachricht muss daher als nicht belegbar eingestuft werden.

Quelle: inceptionlabs.ai

Personalrochade bei OpenAI? Der Fall Arvind KS

Schließlich kursierten auch Gerüchte über eine hochkarätige Personalie bei OpenAI: Der ehemalige Top-Manager von Roblox, Arvind KS, soll die Position des Chief People Officer bei OpenAI übernommen haben. Er würde damit Julia Villagra ersetzen, die angeblich im August 2025 das Unternehmen verlassen soll, und direkt dem Strategiechef Jason Kwon unterstellt sein.

Arvinds Hauptaufgabenfelder sollten demnach die Rekrutierung, das Onboarding und die Gestaltung der Unternehmenspolitik in einer Phase intensiven Personalwachstums umfassen. Vor seiner Zeit bei Roblox war Arvind angeblich auch in Führungspositionen bei Google und Palantir tätig.

Die Meldung betonte zudem, dass OpenAI den Übergang zu KI-basierten Arbeitsabläufen intern forcieren wolle, um zu demonstrieren, wie KI die menschlichen Fähigkeiten erweitern kann, anstatt sie zu ersetzen.

Analog zu den vorherigen Meldungen konnte auch diese Personalie bei OpenAI nicht durch offizielle Kanäle oder unabhängige Quellen bestätigt werden. Die Informationen über den Eintritt von Arvind KS, das Ausscheiden von Julia Villagra 2025 sowie die spezifischen Pläne zu KI-basierten Workflows konnten nicht verifiziert werden.

Quelle: openai.com

Fazit

In der dynamischen Welt der KI ist es entscheidend, Informationen kritisch zu hinterfragen. Während Perplexity mit seinem Computer eine vielversprechende und bestätigte Neuerung vorstellt, erweisen sich andere kursierende Meldungen – so spannend sie auch klingen mögen – bei genauerer Betrachtung als unbestätigt oder gar als nicht zutreffend. Bleiben Sie wachsam und verlassen Sie sich auf verifizierte Quellen, um sich ein klares Bild der Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz zu machen.