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KI-Roundup: Anthropic-Leaks, OpenAI Codex, Pentagon-Streit und Gemini-Updates

Ein Leak enthüllt Details zu Anthropic’s neuer KI-Modellgeneration Mythos/Capybara. OpenAI erweitert Codex, während ein Gericht das Pentagon-Verbot gegen Anthro

In der dynamischen Welt der Künstlichen Intelligenz überschlagen sich die Ereignisse. Von aufschlussreichen Leaks über wichtige Produktaktualisierungen bis hin zu rechtlichen Auseinandersetzungen – die Branche ist ständig in Bewegung. Wir fassen die wichtigsten Entwicklungen der letzten Zeit für Sie zusammen.

Anthropic-Leak enthüllt Details zu neuer Claude-Modellgeneration

Ein Vorfall bei Anthropic führte dazu, dass aufgrund eines CMS-Fehlers rund 3000 interne Dokumente öffentlich zugänglich wurden. Das zentrale Ergebnis dieser Leckage ist die Enthüllung von Informationen über die Entwicklung einer neuen KI-Modellgeneration, die in Entwürfen als Mythos und Capybara bezeichnet wird. Vertreter des Unternehmens haben das Testen eines solchen Produkts bestätigt.

Mythos oder Capybara soll eine neue Klasse von Modellen darstellen, die eine Stufe über dem aktuellen Flaggschiff Opus angesiedelt ist. Die Entwickler betonen einen qualitativen Sprung in den Bereichen Logik, Codegenerierung und Cybersicherheit. Testergebnisse sollen die Leistung von Opus 4.6 signifikant übertreffen.

Die Dokumente weisen jedoch auch darauf hin, dass die Fähigkeit des Modells, Schwachstellen zu finden, eine potenzielle Bedrohung darstellen könnte. Dies erfordert einen äußerst vorsichtigen Rollout: Zunächst soll der API-Zugriff nur einem kleinen Kreis von Early Adoptern gewährt werden. Eine weitere Hürde für die Veröffentlichung sind die hohen Inferenzkosten. Anthropic arbeitet derzeit daran, die Architektur zu optimieren, um die Nutzung des Modells wirtschaftlich rentabel zu machen.

OpenAI startet Plugin-System für Codex

OpenAI hat ein Plugin-System für Codex eingeführt, das primär auf IT-Teams in Unternehmen zugeschnitten ist. Diese können nun Arbeitsabläufe, Integrationen und Konfigurationen von MCP-Servern in versionierbaren Paketen bündeln. Codex unterstützt standardmäßig die Zusammenarbeit mit Diensten wie Slack, Figma, Notion und Gmail.

Durch diese Plugins ist Codex in der Lage, Aufgaben in den Bereichen Planung, Informationsbeschaffung und Koordination zu übernehmen, die der eigentlichen Entwicklung vorausgehen, und die nachfolgenden Prozesse zu steuern.

Die neue Funktionalität ist bereits in der Codex-Anwendung, dem CLI und den IDE-Erweiterungen verfügbar. Zukünftig plant OpenAI die Einführung eines offiziellen Plugin-Katalogs und einer Plattform für deren Veröffentlichung.

Gericht blockiert vorübergehend Pentagon-Verbot für Anthropic

Ein US-Bundesgericht hat eine einstweilige Verfügung erlassen, die dem Verteidigungsministerium untersagt, seine Beziehungen zum Entwickler des Chatbots Claude, Anthropic, zu beenden. Die Richterin stellte sich auf die Seite des Startups und wertete die Handlungen der Behörden als unrechtmäßige Rache für eine unternehmerische Position, anstatt als Schutz der nationalen Sicherheit.

Das Gericht wies auch die Argumente der Regierung zurück, die ein Sabotagerisiko durch Anthropic befürchteten. Die Anwälte des Startups konnten die technische Unmöglichkeit solcher Szenarien nachweisen: Nach der Bereitstellung des Modells beim Kunden verliert das Unternehmen den Zugriff darauf und kann die neuronale Netzwerkhardware weder remote deaktivieren, den Code ändern noch nachverfolgen, wie genau das Militär sie einsetzt.

Das Inkrafttreten des Gerichtsbeschlusses wurde um sieben Tage aufgeschoben, um der Regierung Zeit für eine Berufung zu geben. Ein Vertreter des Verteidigungsministeriums bezeichnete das Urteil unter Verweis auf sachliche Fehler des Gerichts als „Schande“.

Gemini führt Migrationsfunktion von ChatGPT und Claude ein

Google hat Gemini um eine Funktion erweitert, die einen einfachen Übergang von konkurrierenden KI-Plattformen ermöglicht. Nutzer können nun Präferenzen, gespeicherten Kontext und die komplette Chat-Historie von ChatGPT und Claude übertragen.

Die Migration funktioniert auf zwei Arten: Für die Übertragung persönlicher Einstellungen wird ein Prompt verwendet. Dieser muss in den alten KI-Assistenten kopiert werden, um eine Zusammenfassung zu generieren, und die Antwort anschließend in Gemini eingefügt werden. Die Dialoghistorie kann als ZIP-Archiv mit einem Volumen von bis zu 5 GB hochgeladen werden. Dies ermöglicht es, alte Gespräche direkt in der Google-Oberfläche fortzusetzen.

Im Rahmen dieses Updates wurde der Bereich „Past Chats“ ebenfalls in „Memory“ umbenannt.